UPDATE - 27.05.2020 - BAYERN

 

#Zuhause# kann wieder ohne triftigen Grund verlassen werden, d.h. statt der sogenannten "Ausgangsbeschränkung" gilt jetzt "nur noch" eine Kontaktsperre inkl. Treffen mit „Angehörigen eines weiteren Hausstands“ - vorher "nur 1 weitere Person" !

• #Abstand!# und #Maske!# nicht daheim vergessen - auch bei uns wird's manchmal eng !


• Alle Geschäfte (auch > 800m²) dürfen unter Auflagen ab 11.Mai wieder öffnen

• Aussengastronomie und Biergärten dürfen unter Auflagen ab 18.Mai wieder öffnen

• Innengastronomie (Restaurants & kleinere Cafés ?) dürfen unter Auflagen ab 25.Mai wieder öffnen. In der Gastronomie sollen die Öffnungszeiten ab 2.Juni angepasst werden - dann soll auch im Freien eine Öffnung bis 22 Uhr möglich sein.

• Zu Pfingsten, also ab dem 30.Mai, wird der Betrieb von Hotels, Ferienwohnungen
und Campingplätzen erlaubt. Die Wellnessbereiche oder Schwimmbäder dürfen aber
nicht öffnen.
Das strikte Besuchsverbot in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen wird gelockert. Krippen, Kindergärten (und Kita's ?) und Schulen werden schrittweise geöffnet. Zuerst kommen die Waldkindergärten im Freien dran :-)

Freibäder bleiben voraussichtlich bis 08.Juni weiterhin geschlossen

Theater und Kinos dürfen unter strengen Hygiene- und Abstandsauflagen ab dem 15.Juni wieder öffnen. Auch Konzerte und andere kulturelle Veranstaltungen sollen dann wieder möglich sein. Das absolute Verbot für alle Grossveranstaltungen bleibt bis mindestens 31.August bestehen.

 

• Flug-/Fernreisen (?) ins aussereuropäische Ausland bereits wieder in 2020 widersprechen natürlich weiterhin den bis mindestens 15.Juni bestehenden Reisewarnungen !


 

Die aktualisierte Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (BayIfSMV) gibt's sicher in den nächsten Tagen HIER beim bayrischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege zum DOWNLOAD.

Aktuell wurde
z.B. in § 2 Abs. 1 die Formulierung „eine weitere Person“ durch die Wörter „Angehörige eines weiteren Hausstands“ ersetzt, d.h. "2 Familien" dürfen ohne Abstand an 1 Tisch sitzen. Weitere Personen haben den Mindestabstand von 1,5 m einzuhalten...


Für andere/alle Gäste allgemein, gilt "
Zulässig ist der Betrieb von Speisewirtschaften nach § 1 Abs. 1 Nr. 2 des Gaststättengesetzes, soweit der Verzehr nicht im Freien erfolgt, in der Zeit zwischen 6 und 22 Uhr, wenn gewährleistet ist, dass zwischen allen Gästen, die im Verhältnis zueinander nicht zu dem in § 2 Abs. 1 bezeichneten Personenkreis gehören, ein Mindestabstand von 1,5 m eingehalten wird oder geeignete Trennvorrichtungen vorhanden sind. Also dürfen natürlich auch die "5 Freunde" mit 1,5 m Abstand zusammen sitzen...


 

Also mit #Abstand!# und #Maske!# raus an die frische Luft und vor allem hohe Viren-Konzentrationen (ppm: parts-per-million) meiden, die in engen/unbelüfteten Räumen garantiert lauern...



 


Corona-Update
| Berliner Charité | NDR.de

Die Podcast-Folgen als Skript...

 

SZ-Nachrichten zur aktuellen Coronavirus-Lage weltweit


NDR-Corona-Live-Ticker: Ausnahmeregelungen gelten weiter

 

Staatliches Robert-Koch-Institut RKI - geschlossen an Wochenenden/Feiertagen :(

 

RKI liefert aber auch täglich nur (?) für die Fachwelt - überprüfte Lage-/Situationsberichte

 

Johns-Hopkins-University JHU - hat aktuellere und korrekte Werte auch nach Dienstschluss :)

STATISTA - liefert ergänzend eine brauchbare Verlaufsstatistik

Fallzahlen der am Vortag Verstorbenen in Deutschland Gesamt/Tag

Vergleichsstatistik von Deutschland,Schweden,Dänemark,Österreich,...

 

 

Dr. Mai Thi Nguyen-Kim in den tagesthemen:


"Wir sind erst am Anfang einer langen Epidemie. Doch schon werden ungeduldige Stimmen laut, die einen schnelleren Ausweg durch Herdenimmunität fordern. Klingt verlockend - doch die Idee ist faul. Das Problem ist, dass jetzt bei einigen der Eindruck entsteht, dass wir das Ganze vielleicht schon bald, einigermaßen glimpflich überstanden haben. Diese Vorstellung ist leider realitätsferne Fantasie.


Bankkaufmann und Gesundheitsminister Jens Spahn:


kündigt eine "Neue Normalität" für Krankenhäuser an: zunächst sollten zumindest 12.000 Intensivbetten ("20-30 Prozent von 40.000") für Covid-19-Patienten freigehalten werden. Aktuell möchte er bereits Anfang Mai zum normalen Krankenhausbetrieb zurückkehren, d.h. diese Zahl wieder halbieren - also zurück zum  "normalen" betriebswirtschaftlich rentablen Krankenhausbetrieb inkl. Fallpauschalen?

 

Corona-Krise als Chance zum Umdenken

 

NDR - After Corona Club - 18.05.2020 19:30 Uhr

Für Politökonomin Maja Göpel ist jetzt der Moment, über Konsumwahnsinn, gewonnene Zeit, mehr Nachhaltigkeit und eine zukunftsfähige Wirtschaft nachzudenken.

Wir haben immer nach dieser ökonomischen Effizienz gestrebt und nach immer mehr Geld und Dingen, die wir besitzen möchten", so Maja Göpel.

In den vergangenen Wochen sind die Menschen mit weniger ausgekommen: weniger Konsum, weniger Autofahren, weniger Reisen. Hat sich der Blick der Menschen auf unsere Wirtschaft und Gesellschaft gewandelt? Kann sich etwas ändern?

 

Zukunftsfähigkeit als Bedingung für Corona-Hilfen?

Bei den Hilfsmaßnahmen für Unternehmen dürfe man jetzt nicht die langfristigen Ziele aus den Augen verlieren, den Wandel in eine nachhaltigere Wirtschaft: Klimaschutzprogramme oder der Umbau in eine Kreislaufwirtschaft - die Pläne lägen längst vor. Doch wenn es um finanzielle Hilfen geht, hört man gerade die Automobil- und Flugzeugbranche am lautesten rufen.

"Wir dürfen nicht vergessen, dass genau diese Geschäftsmodelle ja schon vor der Krise angezählt waren", kritisiert Göpel. "Es war völlig klar, dass sie sich transformieren müssen, dass der Automobilsektor nicht zukunftsfähig ist."

Auch Wachstumsraten von fünf Prozent in der Flugbranche jedes Jahr seien kein Geschäftsmodell, dass zukunftsfähig wäre.

 

Positive Lehren aus der Corona-Krise

Eine positive Erfahrung aus der Corona-Krise: Wir konnten sehen, dass die Kurve der Infektionszahlen durch konkrete Maßnahmen abgeflacht wurde, dass wir durch unser Verhalten etwas ändern können. Eine Erkenntnis, eine Aufbruchstimmung, auf die Maja Göpel auch bei der Klimakrise hofft.

 

Konsum überdenken

Ist es sinnvoll, Dinge zu produzieren, die wir eigentlich gar nicht brauchen? In den letzten Wochen haben viele von uns gemerkt, dass wir eigentlich auch mit weniger auskommen. Weniger Autofahren, weniger Reisen, weniger Konsum. "Brauchen wir wirklich die 723. Variante einer Zahnpasta?", fragt Göpel.

Maja Göpel sieht in der Krise eine Chance zum Umdenken: "Diese Sinnfrage jetzt wirklich ernst zu nehmen und zu sagen: Wir können das doch viel besser. Das wäre doch jetzt eine Aufbruchstimmung, die auch aus so einer Krisenhaftigkeit etwas ganz Positives mit sich bringt."

 

 TUI, Lufthansa und natürlich die Autoindustrie...

Brauchen und unterstützen wir Konzerne mit 200 Jahre alten Ideen, wie die Autobranche inkl. Diesel- und Verbrauchsbetrügereien. Lohnt es sich aus unseren Steuergeldern die Reise- und Flugbranche zu finanzieren um dann irgendwann in 2021/22 vielleicht wieder Fernreisen buchen zu können ? Oder, hat Corona gezeigt, dass wir auf beides gut verzichten können ?

Was ist uns wirklich wichtig im Leben - das Leasingfahrzeug, der Billigflieger oder vielleicht eine anständige Gesundheitsversorgung und Pflege ?

 

 

Werden ab jetzt in jeder "neuen" Krise 156 Milliarden Neuverschuldung durchgewunken und dann ganz schnell überwiegend an die Konzerne (2008 waren es die Banken) weitergereicht ?

 

TUI beschäftigt nur 70.000 Menschen und erhält als erster Konzern 1,8 Milliarden - zunächst als Bundesbürgschaft. Zahlen des Statistischen Bundesamts (Destatis) zufolge arbeiteten 2018 nur 850.000 Menschen in Deutschland in der Automobilindustrie.

 

  *** Allein im Gesundheitswesen arbeiten 5,6 Millionen Menschen ***

 

Kommt auch mal ein anständiger Anteil bei den wirklich systemrelevanten und aufopfernden Helfer*Innen an ? Dazu schreibt das Bundesministerium für Gesundheit am 15.Mai 2019: "Die Gesundheitswirtschaft ist ein Beschäftigungsmotor. Die Anhebung aller Gehälter von Pflegekräften in Deutschland auf ein tarifliches Niveau würde laut Gutachten zwischen 1,4 und 5,2 Milliarden jährlich kosten. Dazu Jens Spahn am 01.April 2019: "Wenn wir die Arbeitsbedingungen für Pflegekräfte verbessern wollen, müssen sie besser bezahlt werden. Um dafür eine bundesweit gültige Lösung zu finden, habe man mit dem Gutachten jetzt eine gute Grundlage. Klar ist: Egal, wofür wir uns entscheiden – das bedeutet spürbare Mehrkosten."

 

Würden nun endlich alle systemrelevanten Beschäftigten von Niedriglohn auf Tarifniveau angehoben, wären 15,6 Milliarden eine echte Zukunftsinvestition in unsere gesellschaftliche Gesundheit. Die nächste Krise (SARS 2003, EHEC 2011, INFLUENZA 2017/18, COVID-19, ...) wäre in einem anständigen Gesundheitssystem kein Grund zur Panik...

 

 

 

Das war jetzt erstmal die 1. Corona-Welle mit exponentieller Ausbreitung...

Corona-Sars-CoV-2 verbreitet sich weiterhin linear - Also zurück auf Anfang...

 

  • Social Distancing: Abstand! weiterhin einhalten, Menschenansammlungen meiden...
  • Wo Abstand! nicht möglich oder unrealistisch: Maske! tragen um andere zu schützen...
  • Hohe Viren-Konzentration meiden: ppm: parts-per-million, ungenügend belüftete Räume...
  • Risikogruppen sollten eigenverantwortlich #ZuhauseBleiben# bis ein Impfstoff verfügbar ist...

  • #Zuhause# kann wieder ohne triftigen Grund verlassen werden, d.h. statt der sogenannten "Ausgangsbeschränkung" gilt jetzt "nur noch" eine Kontaktsperre inkl. Treffen mit „Angehörigen eines weiteren Hausstands“ - vorher "nur 1 weitere Person" 

 

 

Zumindest wohnen wir da wo andere Urlaub mach(t)en.

 

Jetzt mal das Auto stehen lassen und an der frischen Luft Abwehrkräfte stärken und zu Fuss oder mit dem Radl und Abstand - bei uns ist Platz genug - zum Einkauf. Panische Hamsterkäufe mit vollgeladenen Autos, helfen jetzt natürlich auch nicht mehr. Besser unser Leben schon jetzt a bisser'l entschleunigen. Mit den Corona-Einschränkungen werden wir noch monatelang leben. Deshalb ist es nur vernünftig die Situation zu akzeptieren und sich schon jetzt anzupassen.

 

Wenn wir jetzt vernünftig und solidarisch handeln, ist die Hoffnung auf eine Beruhigung zum Sommer sicher nicht ganz unrealistisch - vielleicht fällt ja in den nächsten Wochen/Monaten ein wirksames Medikament vom Himmel...

 

 

 

 


Corona ist mit der Influenza (Grippe) nicht vergleichbar.

 

  • Die Corona-Raten an schwer Erkrankten, an beatmungspflichtigen Patienten und die Sterberate liegen höher. Corona=Sars-CoV-2=Covid-19 ist bislang deutlich tödlicher und wird deutlich effizienter (exponentiell) als die Grippe (Influenza) übertragen.

 


Die bisherigen Massnahmen nehmen nur den exponentiellen Zuwachs aus der Gleichung.

 

  • Eine Fokussierung des Krisenmanagements auf die Fallzahlen von Beatmungen und Todesfällen - also den schweren Infektionen mit Intensivaufnahme - im Gegensatz zu einer Senkung der reinen Infektionszahlen könnte für die nächsten Monate wegweisend sein.

 

 

https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/linke-will-wegen-corona-entlastung-von-arbeitnehmern-16692968.html

 

  Die Traunsteiner TAFEL ist weiterhin offen...

Lebensmittelausgabe : Dienstags ab 11 Uhr und Freitags ab 13 Uhr
jetzt im Möbellager der Diakonie Traunstein Theresienstr. 17 (gegenüber Kaufland)

Die Lebensmittel werden an alle Einzelpersonen und Familien ausgegeben, die sich in einer aktuellen Notlage befinden, z.B. bereits Sozialleistungen o.ä. erhalten UND einen Tafelschein** haben.

**Ich bitte darum, dass sich die Menschen Tafelscheine erstellen lassen. Dazu bitte ggf. geeigneten "Sozialbeleg" mitbringen. Bleiben Sie bitte gesund ! - Ihre Ansprechpartner*In Christine Bohl : christine.bohl@diakonie-traunstein.de auch telefonisch erreichbar unter : 0861 98 98-216 und/oder -215

 


**Und beim Cafe Oswald gibt's ganz unkompliziert ab 16:30 Uhr restlichen Kuchen kostenlos - wos hoid no do is :)

 

 


**Das Bürgertelefon der Stadt Traunstein ist weiterhin unter der Nummer 0861/65-700 erreichbar. Dort und auch bei der Pfarrkirche St. Oswald können sich zudem Interessierte melden, die gerne helfen wollen sowie jene, die Hilfe benötigen. Sie werden dann an die entsprechenden Stellen weitergeleitet.

 

Hier aktuelle Hilfsangebote, Einkaufshilfen, etc. im Landkreis Traunstein zum Download...

Aktuelle Informationen und Hilfsangebote kostenloser Rufbus Stadtverwaltung Traunstein


**Weitere Hilfsangebote, Fragen und Anregungen gerne direkt per E-Mail:

DIE.LINKE.robert.fuerst@gmx.de

DIE LINKE.homepage.support

 

 

 

** Antragstellung für Corona-Soforthilfen des Bundes und des Freistaates Bayern ab sofort hier online möglich (Stand 02.04.2020). Es handelt sich hierbei um einen verzahnten Antrag, in welchem die Förderungen des Freistaates Bayern und des Bundes kombiniert sind. Anhand Ihrer Eingaben entscheidet das Programm darüber, welche Soforthilfe für Ihr Unternehmen infrage kommt. Gerne unterstützt Ihr Steuerberater beim Ausfüllen des Antrages.

 

Zuständig ist die Regierung von Oberbayern im Kooperationsprojekt der IHK für München und Oberbayern | Tel. der IHK: 089 5116-0 | Internet: www.regierung.oberbayern.bayern.de | Richtlinien | Antragstellung

 


 


Unternehmen, Selbstständige oder Freiberufler

die durch die Corona-Krise in finanzielle Schieflage geraten sind, finden wertvolle Informationen über Unterstützungsleistungen auf der Internetseite der Kreditanstalt für Wiederaufbau.

 


 


Arbeitsrecht, Home Office, Kurzarbeitergeld ?

Wichtige Informationen für Beschäftigte gibt es beim Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) und als PDF zum Download beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales

 

Das Sozialschutz-Paket, ist am 28. März 2020, in Kraft getreten. Es soll helfen, die sozialen und wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie für die Bürgerinnen und Bürger abzufedern:

  • Lohnersatz bei Kinderbetreuung: Können Eltern wegen der behördlichen Kita- und Schulschließungen nicht arbeiten, erhalten sie unter bestimmten Voraussetzungen Lohnersatz.

  • Vereinfachter Zugang zur Grundsicherung: Vorübergehend wird die Vermögensprüfung ausgesetzt sowie tatsächliche Wohnungskosten voll übernommen

  • Gleichklang des vereinfachten Zugangs auch für weitere existenzsichernde Leistungen

  • Zuverdienst bei Kurzarbeit: Wir unterstützen, wenn Menschen, die in ihrem Job in Kurzarbeit sind, vorübergehend in systemrelevanten Bereichen mit anpacken.

  • Ausgeweitete Höchstdauer für geringfügige Beschäftigungen, v. a. in der Landwirtschaft

  • Und der : Notfall KiZ - der Kinderzuschlag...

Kinderzuschlag (KiZ) für Familien, bei denen sich aktuell das Einkommen durch Kurzarbeit, Arbeitslosengeld oder geringere Einnahmen reduziert.

 

Der KiZ ist eine Leistung für Eltern, die zwar für sich selbst genug verdienen, deren Einkommen aber nicht oder nur knapp für ihre gesamte Familie reicht. Die Familien werden mit bis zu 185 Euro pro Kind monatlich unterstützt, damit die Kinder besser gefördert werden und Kinderarmut vermieden wird.

Die Berechnungsgrundlage für den KiZ war bisher das Durchschnittseinkommen der letzten sechs Monate. Für den Notfall-KiZ wird nun der Berechnungszeitraum deutlich verkürzt. Ab 1.April müssen Familien, die einen Antrag auf den KiZ stellen, nur noch das Einkommen des letzten Monats vor der Antragstellung nachweisen. Diese Regelung soll befristet bis zum 30. September 2020 gelten.

Durch den "Kinderzuschlag Digital" ist der Zugang zu der Leistung schneller und unbürokratischer geworden. Das ist in Zeiten der Corona-Verbreitung besonders wichtig, weil die Eltern den Antrag nicht persönlich in der Familienkasse abgeben müssen. Ein Online-Antragsassistent spart mit zahlreichen Komfortfunktionen den Gang zur Behörde und unterstützt Eltern bei der Antragstellung.

Mitarbeiter*Innen können in vielen Fällen direkt helfen: 0800 4 5555 30 (gebührenfrei)

Den Antrag auf Kinderzuschlag können Sie ab 1.April (!) hier direkt online erstellen...


 

Auflistung weiterer geplanter Hilfen...

Liste verschiedener Hilfsmassnahmen/Unterstützungen...

 


 

Wo gibt es konkrete Unterstützung zu den Hilfsanträgen ?

  • Wohngeldzuschuss:
    Antrag beim LRA Traunstein SG 2.24 - in BGL ebenfalls am LRA

  • Soforthilfe für Arbeitnehmer, Geringverdiener, Freiberufler:
    Steuerberater helfen gerne. Die Prüfung erfolgt automatisch über die Bezirksregierung. 
  • Aufstockung

    Hier hilft das Jobcenter, welches für den jeweiligen Wohnsitz zuständig ist (z.B. im Lkrs. BGL das Jobcenter Bad Reichehall) im Landkreis TS also das Jobcenter Traunstein mit den zusätzlich eingerichteten Telefonnummern 0861 703 939 und 0861 703 555 (Agentur für Arbeit) und natürlich: Gertrud Klapfenberger-Öttl  - Fallmanagerin DGCC - stellv. Teamleiterin Markt und Integration - Tel.: 0861 703 310 - E-Mail: gertrud.klapfenberger-oettl@jobcenter-ge.de - Internet:  www.jobcenter-ge.de/traunstein

 


 


Vom 1. April bis 30. Juni 2020 dürfen Vermieter in Deutschland ihren Mieter nicht kündigen,

 

  • wenn diese ihr Zuhause nicht mehr bezahlen können.
  • Die Betroffenen müssen die ausstehenden Mieten aber trotzdem bezahlen
  • und dies - nur zunächst ohne Kündigung - bis spätestens Ende Juni 2022.

 

Mit dem Notfallgesetz sollten vor allem Selbstständige und Geringverdiener geschützt werden, denen durch die Coronakrise die Einnahmen wegbrechen. Viele müssen wegen der geltenden Einschränkungen ihre Filialen schließen, ihrer Arbeit nicht nachgehen oder können ihre Dienstleistungen nicht anbieten.

Für millionenschwere Unternehmen war das Gesetz eigentlich nicht gedacht:

Davon wenig beeindruckt versuchen jetzt auch solvente Unternehmen/Konzerne trotz hoher Gewinne, die Mieten für ihre geschlossenen Ladenlokale zu kürzen oder komplett zu streichen. 

Deshalb werden wir solche Unternehmen/Konzerne aktiv boykottieren!

Diese Konzerne handeln einfach nur gierig und un-solidarisch...

 

 

 

Und das sagt meine Nachbarin:


 

  • DIE verschweigen uns was.

  • Da steckt ETWAS anderes dahinter.

  • DIE wollen uns nur unsere Freiheit nehmen.

  • WIR sind doch längst schon alle infiziert und WAHRscheinlich immun.

 

FakeNews und Verschwörungstheorien ?


 

Bei außerordentlichen Ereignissen, Krisen und Katastrophen nehmen Falschmeldungen zu und entstehen Verschwörungstheorien zur Ursache der Katastrophe, so auch jetzt im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie. Im digitalen Zeitalter finden auch absichtlich gefälschte FakeNews im Internet und über soziale Medien schnell weltweite Verbreitung. Beide kursieren vor allem in rechten und esoterischen Kreisen. Doch auch unter Mitgliedern der Linken werden sie leider immer häufiger geteilt! 

 

Informieren Sie sich:


 

Themenseite DIE LINKE zu Corona, z.B.:

Tipps für Beschäftigte (Kurzarbeitergeld u.ä.)...

Fragen und Antworten des Robert-Koch-Instituts

RKI und Johns Hopkins Universität - Aktuelle Fallzahlen

Tagesaktuelle Informationen des Gesundheitsministeriums

SZ-Nachrichten zur aktuellen Coronavirus-Lage in Deutschland und weltweit

Fragen und Antworten zur Ausgangsbeschränkung | Bayerisches Landesportal

Tipps zur Entstehung und Identifikation von FakeNews und Verschwörungstheorien

 

 


Liebe Muttis :

"Anders Denken ist kein Fehler" - Denken aber auch nicht !


Bettina aus Oberbayern: 

"Ich kann es kaum fassen, wenn ich die Bilder der Demonstranten sehe. Unfassbar. Da sitzen Mütter mit ihren kleinen Kindern Seite an Seite, ohne Mundschutz und ohne Abstand. Wahrscheinlich genau die Gleichen, die vor einigen Wochen noch "stay home" an ihre Fensterscheibe gemalt haben und so froh über die Entschleunigung waren. Gegen was genau demonstriert ihr da? Gegen eine Impfung, die noch nicht mal auf dem Markt ist? Gegen eine Regierung die unser Leben schützen möchte? Natürlich gibt es Verlierer in diesen Zeiten und Menschen, die um ihre Existenz bangen, aber die größten Verlierer sind wohl diejenigen, die krank sind oder sterben müssen. Statt bei Demonstrationen rumzusitzen, kann ich jedem nur anbieten, mal zwei Stunden auf einer Intensivstation mitzuhelfen. Aber da müsste man sich ja schützen mit Masken und Handschuhen, damit man nicht krank wird. Das greift wahrscheinlich zu sehr in eure Grundrechte ein."

Quelle: Die Muttis von Rosenheim am 10.05.2020 (!) - Rosenheim24.de - 11.05.20

"Bei diesen Demonstranten steht das eigene Ego über allem. Gedränge, kein Mundschutz - aber "Mein Körper ist mein Tempel". "Impfen ist scheiße". "Meine Freiheit". "Ich, ich ich ..."

 

Mut- oder Wutbürger*Innen ?

Solidarität oder Pseudowissenschaft, Verschwörungstheorien und die Rechten Fake News...

Vertraue denen, die die Wahrheit suchen, misstraue denen, die sie gefunden haben - oder ?


Traunstein Stadtplatz - 10.05.2020

Am Samstag vormittag hat die Friedensinitiative gezeigt, dass man demonstrieren und sich gleichzeitig an die Sicherheitsvorgaben halten kann. An ihrer Demo, haben unter 50 Leute teilgenommen, der Mindestabstand wurde eingehalten und die Demonstrant*Innen trugen fast ausnahmslos Masken. Es wurde gezeigt, dass wir auch in dieser Zeit unser Demonstrationsrecht wahrnehmen können.

Allerdings wurde auf der folgenden Demo am Nachmittag dieses Recht missbraucht und in vollem Bewusstsein die Vorgaben gebrochen. Dank der hunderten egoistischen Chaoten, die Samstag Nachmittag meinten für Verschwörungstheorien und angeblich für die "Bewahrung unserer Grundrechte" zu demonstrieren, sind nun weitere Demos am Stadtplatz untersagt.

„Es muss jedem, klar sein, dass er mit seinem Verhalten, nicht einen Funken Solidarität mit seinen Mitmenschen erkennen lässt, sondern letztlich nur zum Egoismus einer Gesellschaft aus Ich-lingen zurückkehrt, deren Überwindung eigentlich auch eine Chance der Krise sein könnte. Es ist zudem höchste Vorsicht davor geboten, welche Kreise die gegenwärtige Krise hier für sich und ihre Zwecke missbrauchen: Zunächst lose wirkende Bündnisse aus Verschwörungstheoretikern, Impfgegnern, sog. Querdenkern und Gruppen wie „Widerstand 2020“ machen uns glauben, dass Sie sich für die aus Ihrer Sicht gefährdeten Grundrechte in unserem Land einsetzen. Dabei werden sie von völkisch-nationalen und eindeutig rechtslastigen Aktivisten nicht nur begleitet und unterlaufen sondern gezielt instrumentalisiert“ zeigt sich Stadtrat Denis Holl (Stadtrat Traunstein.DIE LINKE) überzeugt.

"Kein Verständnis für Demonstranten, die durch fehlende Distanz und ohne Mund- und Nasenschutz jede positive Entwicklung des Infektionsgeschehens konterkarierten, damit eine Zunahme der Neuinfektionen in Kauf nehmen und weitere Lockerungen gefährdeten. Sie spielen mit unserer Gesundheit und Freiheit ! Was sich die "Widerstandskämpfer" am Wochenende im Protest gegen eine "übertriebene" Corona-Politik geleistet hätten, sei zu Markte getragene Ignoranz. Sie erinnern fatal an die "Zivilcourage" à la Pegida." so auch Klaus Steiner (MdL.CSU) in einer Pressemitteilung.

"Nein, ihr trefft mit solchen Aktionen nicht 'DIE Politiker', keine Frau Merkel, einen Herrn Spahn oder Herrn Söder". Stattdessen würden zuallererst Ärzte und Krankenschwestern getroffen, "die sich seit 6 Wochen aufopferungsvoll um Covid-Patienten kümmern, die mit Schnorchel im Hals, auf dem Bauch liegend auf der Intensivstation völlig allein ohne Verwandte sterben müssen." Das Verhalten dieser Menschen sei rücksichtslos und belaste Menschen, die aktuell gegen die Ausbreitung der Corona-Pandemie kämpften, hieß es weiter. "Aber keine Sorge: Wir werden weiterhin unser Bestes geben, damit wir AUCH FÜR EUCH ein Intensivbett, eine Beatmungsmaschine oder einen Platz im Kühlcontainer bereitstellen können", schrieb auch Andreas Meier (Landrat.CSU) auf Facebook.

 

Prof. Harald Lesch zu den esoterischen Verschwörungstheorien:

"Corona – Wege aus der Krise" | Leschs Kosmos [Ganze TV-Folge]

 


 

 

 

Corona | Grippe, Influenza, Pandemie ?

 

Bei der aktuellen Corona-Pandemie gibt es noch keinen Impfstoff und auch kein direkt dagegen wirkendes Medikament. Damit ist Corona nicht mit Grippe, Influenza, o.ä. vergleichbar. Wir haben es hier obendrein, im Unterschied zur Epidemie, mit einer örtlich nicht beschränkten Pandemie zu tun, die in Deutschland auf ein Gesundheitssystem trifft, in dem seit Jahren nur noch Profite statt Menschen zählen.

 

Im "Nationalen Pandemieplan für Deutschland" wurde bereits 2005 für den Fall eines Ausbruchs einer Influenza-Pandemie als Mindestmaßnahme festgelegt, dass die Therapie aller Erkrankten durch antivirale Arzneimittel sichergestellt sein soll.

 

Passiert ist nichts von alledem - im Gegenteil. Im angeblich "alternativlosen" Wirtschafts-Wachstums-Modus, wurden kommunale Krankenhäuser privatisiert. Zugleich wurde unser gesamtes Gesundheitssystem neoliberal "optimiert", so wurden z.B. viele unerlässliche Artikel, Medikamente und sogar Schutzausrüstung durch importierte Billigware mit langen und fehleranfälligen Lieferketten ersetzt.

 

Kein Wunder, dass die Verantwortlichen jetzt angesichts der daraus resultierenden Versorgungsengpässe in Panik ausbrechen.

 

Ergebnis dieser Politik:

  • Schliessung von 470 Krankenhäusern

  • Streichung von 168.000 Betten inkl. Intensivbetten

  • Reduzierung der Lohnkosten durch Personalabbau

    und noch schlechtere Bezahlung

 

Deshalb fehlen jetzt überall:

  • Medikamente

  • Intensivbetten

  • Beatmungsgeräte

  • dringend benötigte Schutzkleidung und Schutzmasken

  • schlecht bezahltes Pflegepersonal für die 12-Stunden-Schichten

 


  

In den kommenden Monaten wird sich die Zahl der Corona-Infizierten drastisch erhöhen. In Frage steht nicht, ob dies geschieht, sondern wie schnell. Darum muss jetzt im Mittelpunkt stehen, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen. Eine rasante Ausbreitung des Corona-Virus kann das mittlerweile zu Tode optimierte deutsche Gesundheitssystem schnell überlasten.

 


 

Wenn es darum geht, die Ausbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen und seine Auswirkungen zu begrenzen, sind jetzt wir alle gefordert. Corona-Covid-19 löst als erstes eine deutlich leichter und schneller übertragbare Rachenwegsinfektion aus und dringt erst dann tiefer in die Lunge vor. Dadurch verbreitet sich diese Krankheit leichter und schneller als die Grippe. Die Ausbreitung lässt sich erstmal von uns allen durch Abstand und #zuhausebleiben# verhindern. Damit gewinnen wir Zeit um ein Gegenmittel, ein Medikament, einen Impfstoff, oder andere geeignete Massnahmen zu finden.

 

Um das Risiko einer Erkrankung zu minimieren sollten Jung & Alt auch hohe Viren-Konzentration in der Luft (ppm: parts-per-million) meiden. Auch junge gesunde Körper verkraften vermutlich nur eine geringe Corona-Viren-Konzentration solange sie nicht immunisiert sind.

 


Corona ist:


  • infektiöser, weil auch schneller übertragbare Rachenwegsinfektion

  • tödlicher, weil aktuell kein Impfstoff und kein Medikament vorhanden sind

  • auch vom gesunden Körper mangels Immunität nur in kleinen Mengen verkraftbar

 

Quellen: Immunität, Kreuzimmunität und Aerosol, aerogene Ansteckung, ...

 

Corona | Status...

Verlauf Todesfälle/Tag (+171: 10.4.-14.4.) gleichbleibend bei max. +200 oder sinkend ?


 

HerdenImmunisierung ?

 

Die Wissenschaftlerin und ARD/ZDF-Youtuberin Dr. Mai Thi Nguyen-Kim (maiLab) warnt erneut in ihrem tagesthemen-Kommentar vor der Idee der Herdenimmunität und erhält Zuspruch von Christian Drosten von der Charitè. "Wir sind erst am Anfang einer langen Epidemie. Doch schon werden ungeduldige Stimmen laut, die einen schnelleren Ausweg durch  HerdenImmunisierung(?) fordern. Klingt verlockend - doch die Idee ist faul."


"Solange wir keinen Impfstoff haben, ist die Pandemie erst vorbei, wenn sich 60 bis 70 Prozent der Menschen infiziert haben, erholt haben und dann erst mal immun sind“, so Dr. Mai Nguyen-Kim. Demnach würden erst 48 bis 56 Millionen infizierter Menschen (allein in Deutschland) die Herdenimmunität garantieren.

Mit Modellierungen versuchen Wissenschaftler derzeit abzuleiten, mit welchen Maßnahmen man die Corona-Epidemie beeinflussen kann. Bei etwa 30.000 tatsächlich vorhandenen (?) Intensivbetten und zwei bis fünf Prozent aller infizierten Personen, die darauf angewiesen seien, für zehn bis 20 Tage in einem solchen Bett zu liegen, dürfe 1 Erkrankter nur noch 1,1 weitere Menschen anstecken. Unter dem Strich heißt das: „Um den Zusammenbruch des Gesundheitssystems zu vermeiden, müssen wir strenge Maßnahmen für ein bis zwei Jahre aufrechterhalten. Und das geht nicht.“ Damit macht sie ihren Zuschauern klar: „Die Corona-Krise geht gerade erst los. Bevor wir einen Impfstoff haben, wird sie nicht vorbei sein.

Bis ein Impfstoff (vielleicht Ostern 2021) oder zumindest ein Medikament (z.B. "Remdesivir" möglicherweise in 2-4 Monaten?) verfügbar ist, hilft die HerdenImmunisierung durch die sich Corona-COVID-19 innerhalb 1-2 Jahren vielleicht selbst totlaufen könnte, angesichts von bisher "nur" 140.000 Infizierten und 4.000 Todesfällen, also nicht (Stand 18.04.2020).


Nach RKI würde die derzeitige Sterblichkeitsrate (i.M. 2% der nachweislich Infizierten) in den für Herdenimmunität erforderlichen 18 Monaten und 52 Millionen Infizierten (i.M.!) ohne Impfstoff zu 600.000 Todesfällen allein in Deutschland führen. Selbst bei Einrechnung einer 7,5-fachen Dunkelziffer an Infizierten und einem wirksamen Medikament (optimistisch in 2-4 Monaten) müssen wir demnach mit 100.000 Todesfällen rechnen, wenn die momentanen (Kontakt-) Beschränkungen aufgehoben würden bevor ein Impfstoff - oder zumindest ein wirksames Medikament - verfügbar ist.

 

Herdenimmunität ?

Die Virologin Prof. Ulrike Protzer von der TU München im Gespräch mit Harald Lesch: kurz.zdf.de/sI8/

 

 

 

Wissen macht Ah!


Die anschaulichen Experten-Videos erklären die Fakten zum Corona Virus:

  • Herkunft, Ausbreitung

  • System-Risiken, Social Distancing

  • Sinn und Dauer der Ausgangsbeschränkung

und zeigen auch mögliche Exit-Szenarien auf - z.B. HerdenImmunisierung?

 


Dr. Mai Thi Nguyen-Kim

geboren am 7. August 1987 in Heppenheim ist eine deutsche Chemikerin, Wissenschaftsjournalistin, Fernsehmoderatorin, Autorin und YouTuberin.

Prof. Harald Lesch

geboren am 28. Juli 1960 in Gießen ist ein deutscher Astrophysiker, Naturphilosoph, Wissenschaftsjournalist, Fernsehmoderator und Hörbuchsprecher. Er ist Professor für Physik an der Ludwig-Maximilians-Universität München und Lehrbeauftragter für Naturphilosophie an der Hochschule für Philosophie München.


Herdenimmunität ?

Die Virologin Prof. Ulrike Protzer von der TU München im Gespräch mit Harald Lesch: kurz.zdf.de/sI8/

 

Und die 5G-Corona-Verschwörung ?

Prof. Harald Lesch zu esoterischen Verschwörungstheorien:

"Corona – Wege aus der Krise" | Leschs Kosmos [Ganze TV-Folge]

 


 

 

 

16.03.2020

DIE LINKE. Die Coronakrise ist eine gesellschaftliche Krise. Wir wollen sie solidarisch bewältigen. Was jetzt passieren muss - Beschluss des Geschäftsführenden Parteivorstandes

 

 

19.03.2020

Menschenansammlungen ?
Laut Infektionsschutzgesetz kann "die zuständige Behörde Veranstaltungen oder sonstige Ansammlungen einer größeren Anzahl von Menschen beschränken. Solche Regelungen wären vermutlich ab ungefähr fünf Personen anwendbar. Dabei sei aber zu berücksichtigen, um wen es sich handele. Auf Zusammenkünfte von Menschen, die ohnehin zuhause zusammen wohnen, würde man ja nicht abzielen." (Staatsrechtler Stephan Rixen von der Universität Bayreuth)

"Wenn sich viele Menschen nicht freiwillig beschränken, dann bleibt am Ende nur die bayernweite Ausgangssperre als einziges Instrumentarium, um darauf zu reagieren. Das muss jedem klar sein", sagte Söder heute in einer Regierungserklärung im Landtag in München - siehe dazu

 

 

19.03.2020

Robert Koch Institut - Fallzahlen in Deutschland - täglich online aktualisiert - siehe dazu

 

 

19.03.2020

Solidarität hilft: Aushang zur Nachbarschaftshilfe - PDF.Download hier

 

 

20.03.2020

Allgemeinverfügung des Bayerischen Gesundheitsministeriums  - PDF.Download hier

Bayern hat weitreichende Ausgangsbeschränkungen verkündet: "Das Verlassen der eigenen Wohnung ist nur bei Vorliegen triftiger Gründe erlaubt." Die Liste dieser Gründe umfasst neben dem Weg zur Arbeit, zum Einkaufen und zum Arzt, auch den Spaziergang an der frischen Luft, allein oder mit Mitbewohnern aus dem eigenen Haushalt.

"triftige Gründe" und damit zulässig sind jetzt noch:

  • der Weg zur Arbeit (ohne Passierschein),
  • notwendige Einkäufe im Supermarkt,
  • Arzt- und Apothekenbesuche,
  • Hilfe für andere,
  • Besuche von Lebenspartnern,
  • Sport und Bewegung an der frischen Luft - dies aber nur alleine oder mit den Personen, mit denen man zusammenlebt.

"unbegründet" und damit unzulässig sind:

  • Gruppen-Aktivitäten, draußen wie drinnen, also auch keine Parties zuhause mit Freunden
  • Einkaufen zusammen mit der ganzen Familie - das macht jetzt wohl besser einer für die andern

 

Das ist also (noch) keine rigorose Ausgangssperre, die keine Ausnahmen mehr zuliesse. Diese wird kommen, wenn wir weiterhin Corona-Parties feiern und keinen Abstand halten.

 

Wer schon mal 10 Wochen wegen einer Lungenentzündung (Hauptsymptom beim Corona-Virus) auf Intensivstation verbracht hat, kann über 2 Wochen Dahoam in TS.BGL nur lachen.

Es gibt so vieles was wir schon lange tun wollten und jetzt endlich wirklich tun können:

  • mal zu Fuss zum Einkaufen, hoffentlich ohne Supermarktkassen-Drängler, die auch keinen Gedanken an das aufopfernde Verkaufspersonal verschwenden
  • 1 Stunde an der frischen Luft, allein oder mit der Familie Spazierengehen/Radfahren
  • mit der ganzen Familie den häuslichen Frühjahrsputz schon jetzt und gemeinsam hinter sich bringen
  • am Computer endlich und in aller Ruhe vom Nur-Anwender zum mündigen IT-Experten werden
  • Abstand vom Alltags-Stress, zur Ruhe kommen, endlich richtig kochen lernen, mal wieder lesen, und...

 


 

Zumindest wohnen wir da wo andere Urlaub mach(t)en.

 

Jetzt mal das Auto stehen lassen und an der frischen Luft Abwehrkräfte stärken und zu Fuss oder mit dem Radl und Abstand - bei uns ist Platz genug - zum Einkauf. Panische Hamsterkäufe mit vollgeladenen Autos, helfen jetzt natürlich auch nicht mehr. Besser unser Leben schon jetzt a bisser'l entschleunigen. Mit den Corona-Einschränkungen werden wir monatelang leben. Deshalb ist es nur vernünftig die Situation zu akzeptieren und sich schon jetzt anzupassen.

 

Wenn wir jetzt vernünftig und solidarisch handeln, ist die Hoffnung auf eine Beruhigung zum Sommer sicher nicht ganz unrealistisch...

 

 


 

 

20.03.2020

Aktuelle Geschichten aus dem Krankenhaus zeigen womit es die sich für uns alle aufopfernden Pflegekräfte vermehrt zu tun haben:

"Ich bin heute den ersten Tag auf unserer Corona-Covid-19-Intensivstation und habe gerade einen Dialysekatheter in einen fitten sportlichen 45jährigen gelegt, der aber hier mit Multiorganversagen rumliegt und keinerlei Vorerkrankungen hatte.

Nachfrage: "Keine bekannten Vorerkrankungen oder definitiv keine Vorerkrankungen ?"

Es ist laut Familie nichts bekannt. Der Mann war offensichtlich körperlich fit (Skiurlaub), wirkt sehr sportlich und eher wie 35 statt 45 Jahre, nur kann ich ihn leider nicht selbst fragen, weil er einen Schlauch im Hals stecken hat und im Koma liegt...

 


 

Danke fürs Zuhause bleiben und Abstand halten

 

21.03.2020

31.03.2020

Ausgangsbeschränkungen aktuell verlängert bis 19.April

Abstand und #zuhausebleiben# - Bleibt bitte solidarisch und gesund!

 


 

DER AKTIONÄR - die Börsenmedien AG für Dividendenjäger - empfiehlt aktuell "Mutige Anleger, die einen langfristigen Anlagehorizont haben, können hingegen angesichts der Staatsmilliarden und der aktuell günstigen Bewertung (+5,05%) ein paar Stücke kaufen..."

 

 

08.04.2020

Nach der Krise ist vor der Krise - Der Urlaub ist sicher ?

1,8-Milliarden-Euro-KfW-Hilfskredit für systemrelevanten (?) Reiseveranstalter (TUI, TUI, TUI)


„Die deutsche Regierung hat schnell gehandelt, um Arbeitsplätze und Unternehmen in dieser Lage zu unterstützen“, lobte TUI-Vorstandschef Fritz Joussen die Hilfsaktion. TUI hat - auch zur akuten Überbrückung - jetzt rund 3,1 Milliarden Euro zur Verfügung. Vor einigen Wochen hatte Joussen die Liquidität noch auf 1,4 Milliarden Euro beziffert. Sehr düster fallen auch die Prognosen des Lufthansa-Vorstands aus, der gerade beschlossen hat, seine Tochter Germanwings abzuwickeln und die Flotte deutlich zu verkleinern. Der Vorstand geht davon aus, dass es Monate dauern werde, bis die weltweiten Reisebeschränkungen aufgehoben werden können. Und es werde Jahre dauern, bis die weltweite Nachfrage nach Flugreisen wieder das Niveau der Zeit vor der Krise erreichen werde – Urlaubstrips & Fernreisen machen gut zwei Drittel aller Flüge aus. Hierzulande hat bereits FTI-Touristik, einen Überbrückungskredit erhalten, hinter dem der Bund und das Land Bayern stehen - die Höhe wurde nicht genannt. DER-Touristik, hat große Teile seiner Belegschaft für die Zeit vom 1. April bis 30. September in die Kurzarbeit geschickt. **Hinter DER steht der Handelskonzern Rewe, der derzeit steigende Einnahmen verzeichnet.

 

 

Nur gute Vorsätze und dann erstmal in den Urlaub fliegen - Prioritäten ?

 

Noch sind die ökonomischen Schäden der Corona-Pandemie nicht absehbar. Was wird aus den Altenpflegerinnen, LKW-Fahrern und Kassiererinnen, die gerade so sehr gebraucht werden?

 

 

 


 

 

Das 156 Milliarden Euro Corona Hilfspaket geht an...


Insgesamt kann Deutschland durch das Paket neue Schulden in Höhe von 156 Milliarden Euro aufnehmen. Die gewaltigen Summen sollen in die Rettung von Arbeitsplätzen und Unternehmen, die Unterstützung von Krankenhäusern sowie die Sicherung von Lebensunterhalt und Wohnung der Bürger fließen. Unterstützung gibt es für Mieter, Eltern, Angestellte in Kurzarbeit und große wie kleine Unternehmen. Die Beschlüsse fielen einstimmig. Die ersten Gelder sollen damit noch vor dem 1. April bei den Betroffenen ankommen.

 


 

 

 

 

 

 

Fernreisen schon wieder ab 2020/21 erwünscht, realistisch und sinnvoll ?

 

TUI beschäftigt 70.000 Menschen und erhält als erster Konzern 1,8 Milliarden - zunächst als Bundesbürgschaft. Werden ab jetzt in jeder "neuen" Krise 156 Milliarden Neuverschuldung durchgewunken und dann ganz schnell überwiegend an die Konzerne (2008 waren es die Banken) weitergereicht ?

 

Oder, kommt auch mal ein anständiger Anteil bei den wirklich systemrelevanten und aufopfernden Helfer*Innen an ? Dazu schreibt das Bundesministerium für Gesundheit am 15.Mai 2019: "Die Gesundheitswirtschaft ist ein Beschäftigungsmotor. Im Gesundheitswesen arbeiten derzeit 5,6 Millionen Menschen."
 

Die Anhebung aller Gehälter von Pflegekräften in Deutschland auf ein tarifliches Niveau würde laut Gutachten zwischen 1,4 und 5,2 Milliarden jährlich kosten. Dazu Jens Spahn am 01.April 2019: "Wenn wir die Arbeitsbedingungen für Pflegekräfte verbessern wollen, müssen sie besser bezahlt werden. Um dafür eine bundesweit gültige Lösung zu finden, habe man mit dem Gutachten jetzt eine gute Grundlage. Klar ist: Egal, wofür wir uns entscheiden – das bedeutet spürbare Mehrkosten."

 

Würden nun endlich alle systemrelevanten Beschäftigten von Niedriglohn auf Tarifniveau angehoben, wären 15,6 Milliarden eine echte Zukunftsinvestition in unsere gesellschaftliche Gesundheit. Die nächste Krise (SARS 2003, EHEC 2011, INFLUENZA 2017/18, COVID-19, ...) wäre in einem anständigen Gesundheitssystem kein Grund zur Panik...

 

  • Das Gesundheitswesen mit 5.600.000 systemrelevanten Menschen erhält ?

  • Die alles am Laufen halten - an der Kasse, im Lieferdienst, u.v.a - erhalten ?

  • Die Debatte über bessere Bezahlung aller systemrelevanten Arbeitnehmer, ist eine Gerechtigkeitsdebatte, in der endlich geklärt werden muss, welche Arbeit welchen Wert für die Gesellschaft hat.

  • Gerade börsennotierte Unternehmen wie z.B. TUI mit Milliarden-Rücklagen könnten pleite gehen und viele Menschen würden arbeitslos.

  • Erst dann wird sich zeigen, wie die Gesellschaft wirklich zu ihren Corona-Helden steht. Ob es nur beim Applaus bleibt oder sie in Zukunft auch mehr Geld bekommen...


 

09.04.2020

Heinsberg Studie...

 

Die Hoffnung war groß gewesen...


Endlich Daten, endlich Anhaltspunkte aus einer wissenschaftlichen Studie: Als Forscher der Universität Bonn (Leiter Dr. Streeck) am Donnerstag mit dem nordrhein-westfälischen Ministerpräsident Armin Laschet vor die Presse traten und scheinbar wegweisende Resultate aus dem Corona-geplagten Kreis Heinsberg vorstellten, da dauerte es nicht lange, bis der mediale Jubel losbrach. "Lockerungen möglich", "15 Prozent immun", so lauteten die eiligen Schlagzeilen...

 

Doch der erste Jubel war offenbar leider mehr als verfrüht...

Die Studie sollte zeigen, dass es in NRW eine beginnende Herdenimmunität gegen Sars-CoV-2 gibt. Ministerpräsident Laschet hatte wegen der Studie Lockerungen der Maßnahmen gegen das Virus in Aussicht gestellt. Die Ergebnisse der Studie aus dem nordrhein-westfälischen Gangelt sind vermutlich durch methodische Fehler verfälscht. Streecks Team hatte Haushalte für die Tests ausgewählt und in diesen Haushalten alle Personen getestet. Das ist soweit legitim - allerdings: "Man darf dann keineswegs alle Ergebnisse aus diesen Haushalten nehmen und in Prozent umrechnen, sondern allenfalls eine Person pro Haushalt", erläuterte Epidemiologe Krause am Donnerstag. Der Grund: Innerhalb der Haushalte ist das Infektionsrisiko um ein Vielfaches höher als in der Bevölkerung allgemein, eine vollständige Zählung aller Familienmitglieder ergibt daher einen überhöhten Prozentsatz für die Immunität, der gar nicht auf die Allgemeinheit übertragen werden kann. Doch in Streecks Studie wurde genau das gemacht...

 


 

Also erstmal genau so wie bisher auch noch in oder durch den Mai !

 

Abstand...

 

Zuhausebleiben...

 

Hohe Viren-Konzentrationen meiden...

 

Dann PHASE II vorsichtige Lockerung/Anpassung im Mai ?

 

Bei den häufig zitierten 25.000 Todesfällen in der schweren Grippesaison 2017/2018 handelt es sich um eine Schätzung der sog. "Übersterblichkeit" im Zeitraum der Grippewelle (Oktober-Mai). 16 Prozent der Influenza Erkrankten mussten in Krankenhäusern behandelt werden.

Die Corona-Raten an schwer Erkrankten, an beatmungspflichtigen Patienten und die Sterberate liegen höher. Corona=Sars-CoV-2=Covid-19 ist bislang deutlich tödlicher und wird deutlich effizienter (exponentiell) als die Grippe (Influenza) übertragen.

 

Die bisherigen Massnahmen nehmen nur den exponentiellen Zuwachs bei Corona aus der Gleichung.

 

Eine Fokussierung des Krisenmanagements auf die Fallzahlen von Beatmungen und Todesfällen - also den schweren Infektionen mit Intensivaufnahme - im Gegensatz zu einer Senkung der reinen Infektionszahlen könnte für die nächsten Monate wegweisend sein.


Zuwenige und schlecht bezahlte aufopfernde Helfer*Innen arbeiten weiterhin unter üblichem Tariflohn (!) an ihrer Belastungsgrenze und können natürlich weder fehlende Schutzkleidung noch ebenso fehlende Beatmungskapazitäten durch ihren persönlichen Einsatz ausgleichen.

Deshalb nochmals und - die nächste Welle kommt bestimmt - schon mal im Voraus: DANKE!